Das Durchschnittsalter einer Mutter bei der ersten Schwangerschaft liegt bei etwa 30 Jahren. Ein Alter, in dem junge Menschen oft schon beruflich mitten im Leben stehen. Man hat sich einen gewissen Lebensstandard erarbeitet und möchte diesen auch nach außen hin zeigen. Nicht selten werden daher schon Neugeborene in von Luxusdesignern entworfene Edelstrampler gesteckt.
Kinderkleidung muss kindgerecht sein
Säuglinge wachsen schnell aus ihrer Kleidung heraus und benötigen mitunter im Vierwochenrhythmus eine komplett neue Garderobe. Auch Kinder im Kindergartenalter wachsen so rasch, dass die Argumentation, hochwertige Designermode sei besonders haltbar, nicht relevant ist. Allenfalls, wenn jüngere Geschwister die Kleidung auftragen, rechtfertigt es die ausschließliche Anschaffung teurer Kinderkleidung. Kinder haben auch noch kein Markenbewusstsein. Das Verlangen Designerkleidung zu tragen, entwickelt sich erst beim älteren Schulkind. Jugendliche möchten ähnlich gekleidet sein, wie ihre Schulkameraden. Auch mit zu hochwertiger oder ausgefallener Kleidung kann ein Schulkind negativ bei den Freunden auffallen. Wichtig ist, dass Kinder sich in ihren Klamotten wohlfühlen und sie gerne tragen. Eltern sollten daher sowohl auf Qualität als auch auf Funktionalität achten. Kinder wollen sich bewegen. Deshalb sollte besonders bei jüngeren Kindern auf unnötige Bänder, Haken und Laschen, an denen die Kids hängen bleiben könnten, verzichtet werden. Dann ist auch gegen einige Designerstücke, die die Grundgarderobe ergänzen, nichts einzuwenden.
Ist Designermode besser als andere Kinderkleidung?
Immer mehr Kinder neigen zu Allergien. Daher sollte vor allem bei Wäsche, die in direkten Kontakt mit der Haut kommt, darauf geachtet werden, dass sie aus natürlichen Materialien besteht. Biologische Baumwolle und andere Naturstoffe wie Leinen und Seide sind atmungsaktiv und besonders hautfreundlich. Designer setzen meist auf solche natürlichen Materialien. In der Regel achten sie auch darauf, dass die Stoffe frei von giftigen und krank machenden Chemikalien sind. Bei allzu günstig erscheinender Kinderkleidung sollte man sich nicht scheuen, nachzufragen, wo die Kleidung produziert wird. Billigware, die von Kindern in der Dritten Welt gefertigt wird, sollte man nach Möglichkeit nicht kaufen. Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Kleidungsstück kann man ab dem Kindergartenalter dem Kind mit Unterstützung der Eltern selbst überlassen. Dabei wird man schnell feststellen, dass auch junge Kinder schon in der Lage sind, ihren eigenen Stil zu entwickeln. Wenn dem Kind dann hin und wieder zu besonderen Anlässen der Kauf eines teuren Designerteils erlaubt wird, erzieht man es zu einem verantwortungsbewussten und kritischen Konsumenten.
Die Grundgarderobe mit edlen Designerteilen aufwerten
Es muss nicht immer teure Designermode sein. Kinder sehen auch in modischen Outfits von Kaufhausketten niedlich aus. Vorrangig ist, dass die Kleinen sich wohlfühlen und nicht wie als kleine Erwachsene verkleidet aussehen. Eltern sollten darauf achten, dass die Kleidung bequem und pflegeleicht ist. Mit pfiffigen Accessoires kann man auch preiswerte Mode kindgerecht aufwerten. Ein günstig erstandenes Shirt vom Designer, das farblich zur vorhandenen Garderobe passt, liegt sicher ab und zu im Haushaltsbudget. Älteren Kindern, die sich modetechnisch von Freunden beeinflussen lassen, darf man hin und wieder ein edles Kleidungsstück schenken. Eine andere Möglichkeit wäre es, das Kind einen Teil der Kosten über sein Taschengeld mitfinanzieren zu lassen. So lernt es gleich, den Wert hochwertiger Kleidung einzuschätzen.